Luxus-Parkett im Eimer: Bodenleger beachtet Besonderheiten bei Fußbodenheizung nicht

 

Ein Bauherr ließ im Neubau seines Einfamilienhauses für 70.000 DM einen repräsentativen Parkettfußboden verlegen (Holzart Panga-Panga in Fischgrätmuster). Ein Jahr später hatte er keine Freude mehr an dem guten Stück. In mehreren Räumen traten Fugen bis zu 1,5 mm Breite auf, die Deckschicht löste sich teilweise ab, Parkettstäbe waren verformt und gerissen. Der Auftraggeber verlangte von der Handwerksfirma 72.000 DM Vorschuss für eine Neuverlegung.

 

Das Oberlandesgericht Hamm machte sich mit Hilfe eines Gutachters in Sachen Parkett kundig (25 U 148/98). Der Sachverständige nannte mehrere Ursachen für das unschöne Erscheinungsbild des Parketts. Die Fußbodenheizung sei nicht so auf- und abgeheizt worden, wie es dem Stand der Technik und der einschlägigen DIN-Norm 18356 entspreche, weshalb der Estrich zu feucht geblieben sei. In Folge dessen seien die Parkettstäbe zunächst aufgequollen und später wegen zu niedriger Luftfeuchtigkeit und zu hoher Oberflächentemperatur des Fußbodenheizungssystems massiv zurückgetrocknet. Die zu hohe Restfeuchte im Estrich und die zu hohen Oberflächentemperaturen fielen in den Verantwortungsbereich des Bodenverlegers, heißt es in dem Urteil. Vor der Parkettverlegung müsse er den Untergrund prüfen und feststellen, ob der Estrich trocken genug sei. Treffe dies nicht zu, müsse er den Bauherrn auf die daraus folgenden Konsequenzen für die Bodenverlegung hinweisen. Darüber hinaus hätte er den Hausbesitzer darüber informieren müssen, dass er nur heizen dürfe, bis (höchstens) eine Oberflächentemperatur von 28 Grad erreicht werde.

 

Einen Vorwurf musste sich aber auch der Kunde gefallen lassen. Den Pflegehinweisen hätte er entnehmen können, welche Luftfeuchtigkeit für das Parkett auf Dauer nötig sei. Er habe es selbst zu verantworten, wenn das Parkett wegen zu trockener Luft schadhaft werde. Deswegen musste der Bodenleger schließlich nur die Hälfte des für die Bodensanierung voraussichtlich erforderlichen Betrags übernehmen.


Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 13. Dezember 2000 - 25 U 148/98

Quelle : http://www.finanztip.de/recht/immobilien/bw1271.htm

Massivholzdielenverlegung
Welche Beurteilungskriterien - welche Toleranzen?

Der ganze Artikel hier :

http://www.ish-institut.de/praxis/parkett/massivholzdielen/

Quelle : ISH Gutachter

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