MONDPHASENHOLZ

Die Erkenntnisse sind nicht neu. Sie basieren auf sehr alten Erfahrungen. Und dabei bleibt es zunächst auch - denn wissenschaftliche Untersuchungen liegen nicht vor. Deswegen muss das Thema jedoch nicht in den Bereich der Fantasie verbannt werden. Denn zunächst geht es um die einfache Frage, wann ein Baum seine "feuchte" Zeit hat.

Bäume besitzen zwei Saftströme: einen aufsteigenden im neuen Holz des jüngsten Jahrringes zur Wasserversorgung im Sommer und einen absteigenden im Bast der Rinde. Auf diesen Wassertransport innerhalb der Bäume wirken nun angeblich die Kräfte des Mondes - so wie es auch bei Ebbe und Flut der Fall ist. Auf der Grundlage dieser Überlieferung wird der Winter für die beste Zeit zur Holzernte gehalten. Das ist die Zeit der absteigenden Kräfte. Wenn zur tief stehenden Wintersonne auch der Mond tief steht und abnimmt (kleiner Mond), so überwiegen die nach unten gerichteten Saftströme im Baum. Wintergeschlagenes Holz, heißt es, stehe geringer im Saft und trockne deshalb besser. In der Folge schwindet es weniger und unerwünschte Begleiterscheinungen, wie Risse, Pilz- und Insektenbefall, vermindern sich. Im Winter1999 sollen die genannten Bedingungen besonders auf den 16. Januar gefallen sein.

Schon im Spätherbst verbessern sich die holztechnologischen Eigenschaften eines lebenden Baumes. Wenn die Sonnenenergie schwächer wird, wächst kein Holz mehr und die Produktionsstoffe wie Zucker und Eiweiß, die während der Photosynthese entstehen, entfallen. Das Holz bekommt nun eine größere Faserdichte. Auch das verringert sein Schwundverhalten. Nahezu alle Baumarten überwintern mit weniger Wassergehalt im Holz. Optimal verhält sich hier Holz, das in gefrorenem Zustand gefällt wurde. Der Frost verkleinert den Rauminhalt des Holzes. Da der Stamm ohnehin einen geringen Wassergehalt besitzt, verändert das Holz sein Maß nun beim Trocknen noch weniger.

Doch alle gewünschten Holz-eigenschaften sind nicht allein durch Winterfällung in den Mondphasen zu erwirken. Um das richtige Holz für den gedachten Verwendungszweck zu erhalten, ist eine Vielzahl von Faktoren ausschlaggebend: der Standort mit Windruhe, Höhenlage, Wasserversorgung, Kalkgehalt, der Schnittansatz im Stamm (Lärche außen, Tanne am Boden), geeignete Lagerung und Trocknung sowie eine richtige Verarbeitung.

Ob wintergefälltes Mondphasenholz allen Ansprüchen gerecht wird, bleibt umstritten. So wird die Widerstandsfähigkeit gegen Insektenbefall bezweifelt. Der schwächere Saftvorrat, lautet ein Argument, biete ein ideales Fraßangebot für Schädlinge wie den gefürchteten Buchdrucker und Nutzholzbohrer. Auch vor dem Borkenkäfer sei mondphasengeschlagenes Holz im Frühjahr keinesfalls sicher, gleichwohl das verschiedentlich behauptet werde.

Davon lassen sich die Befürworter und Vermarkter von Mondphasenholz nicht beirren. Bei Neumond geschlagenes Holz, sagen sie, verfüge über eine weitaus größere Holzqualität als normal geerntetes Holz. "Unsere Vorfahren haben uns mit Ihrer Verarbeitungstradition den richtigen Weg gewiesen." Der Fällzeitpunkt wird daher in der Woche vor dem Neumond gewählt. Das Holz weise eine höhere Dichte auf und sei dadurch statisch besser. Das Quell- und Schwundverhalten sei geringer. Mondphasenholz arbeite weniger und bleibe im verbauten Zustand besser stehen.

Regeln und Einschlagstermine

Nach einem alten Regelwerk aus Tirol gelten für verschiedene Verwendungsarten des Holzes oft ganz verschiedene Einschlagszeiten. Allgemein gilt für Mondholzaspiranten: Bauholz im Winter nur bei abnehmendem Mond schlagen, am besten die ersten drei Tage nach Vollmond im Zeitraum von Ende September bis 20. Januar. Günstige Tage für verwindungsfreies Bauholz mit wenig Schwund waren im vergangenen Winter: 19./20. Jan. 2003, 18. bis 28.Feb. 2003 (abnehmender Mond). Für Säge- und Bauholz ohne Schädlingsbefall lautet die allgemeine Einschlagregel: Zwischen September und März bei zunehmendem Mond im Zeichen Fisch. Besonders geeignet sollen der 7. und 8. Jan. 2003 sowie der 3. bis 5. Feb. 2003 gewesen sein. Die Finnen sehen das pragmatischer. Auf die Frage: "Was halten Sie vom Mondphasenholz?" bekennt die Firma Kauwass Oy: "Es wäre unglaubwürdig, wenn wir behaupten würden, dass wir in einer bestimmten Mondphase im Winter bei -30°C und womöglich einem Meter Schnee in ein paar Tagen die jährlich benötigte Holzmenge einschlagen könnten. Außerdem konnte bis jetzt nicht wissenschaftlich bewiesen werden, dass Mondholz bestimmte Eigenschaften aufweist. Unsere Vorfahren haben schon immer das Bauholz im Laufe des langen Winters geschlagen, wenn das Wetter günstig für Forstarbeiten war."

Text: Raumaustattung.de

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